InnoLernenTanz

Entwicklung und Implementierung innovativer Lehr- und Lernstrategien für ein zeitgemäßes, praxisorientiertes Studium im Tanz

Das Projekt InnoLernenTanz (ILT) wird derzeit an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden als fünfjähriges, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Qualitätspakts Lehre finanziertes Forschungsprojekt durchgeführt. Ziel von InnoLernenTanz ist es, ausgewählte innovative Lehr- und Lernmethoden zu entwickeln, die besonders das individuelle Lern- und Entwicklungsbedürfnis der Tänzerinnen und Tänzer fokussieren. Zwei lehr-lernmethodische Forschungsbereiche stehen dabei im Vordergrund; nämlich Coaching und Somatik. Darüber hinaus werden und wurden im Rahmen des Forschungsprojektes weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Ausbildungsbedingungen durchgeführt und teilweise bereits implementiert.

Die genannten lehr-lernmethodischen Forschungsbereiche gehen von der weitgehenden Dominanz gruppenorientierter Lehr-Lern-Angebote aus und nutzen dabei unterschiedliche Perspektiven: Coaching setzt den Fokus auf konzeptuell getragene Individualisierung von Feedback, während Somatik auf gezielte Förderung von Reflexion, Selbststeuerung und Veranwortungsübernahme im Rahmen von Lernprozessen im Gruppenkontext zielt. Beide versuchen letztlich, die Individualisierung künstlerischer Entwicklung der Tänzerinnen und Tänzer im Studienalltag zu optimieren.

  • „Individuelles Coaching im Gruppenunterricht im Tanz“ (Coaching): In diesem Forschungs- und Entwicklungsbereich geht es um ein Coaching-Konzept, das auf längere Unterrichtssequenzen angelegt ist und in dessen Rahmen hoch individualisiertes, auf ein Kategoriensystem gestütztes Feedback an die einzelne Tänzerin bzw. den einzelnen Tänzer gegeben wird.
  • „Somatisch orientierte Lehr-Lern-Forschung in der Tänzerinnen- und Tänzerausbildung“ (Somatik): In diesem Forschungs- und Entwicklungsbereich geht es darum, auf der Basis explorativ ausgerichteten Bewegungsverstehens gezielt die Entwicklungsprozesse der Studierenden in Richtung Selbstregulation und Selbst - Reflexion zu unterstützen.

Weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Ausbildungsbedingungen sind unter anderem:

  • Analyse der derzeitigen Lehr- und Lernmethoden an der Hochschule;
  • Optimierung der Kommunikation zwischen Lehrpersonal und Studierenden;
  • Schaffen von didaktischen und unterrichtsmethodischen Strukturen, die gezielt eine reflektierende, kritische-konstruktive Kommunikation fördern;
  • Entwicklung und Implementierung von Evaluationsmethoden zur Qualitäts-kontrolle;
  • Implementierung eines somatisch basierten Lehrplans, der die Qualität der Lehre an der Hochschule nachhaltig verbessert;
  • Unterstützung der Lernprozesse der Studierenden durch ein spezifisches Coaching-Konzept;
  • Weiterbildung des Hochschulpersonals.

Die Projektleitung liegt bei Prof. Jason Beechey, Rektor der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, Initiatioren und Forschungsleitende des Projekts sind Prof. Jenny Coogan und Prof. José Biondi, die ebenfalls an dieser Hochschule lehren und forschen.

20.10.2014
Prof. Jenny Coogan, übersetzt von Nina Patricia Hänel, Karin Matko